Sticky SUPERNATURAL: ASYLUM "Europe" (21.-23.05.2010)

      ...und wieder zurück aus dem...ähm... von der ASYLUM

      Da dies für uns in Deutschland eine neue Veranstaltung war, dachte ich, ich schreibe mal ein wenig dazu, wie ich die Con so empfunden habe. Wen Hotel etc. nicht interessieren, der möge zum nächsten post rutschen. Fotos muß ich noch sondieren, aber da ich mit fast leeren Akku angereist bin, ist da nicht viel zu erwarten :P

      Skeptisch war ich eigentlich nicht so recht als ich letzten Freitag den Weg nach Bad Neuenahr antrat. Aufgrund der Ereignisse vergangener Asylums war ich eher neugierig, was uns da erwartete. Eigentlich hätte ich bei einer Anfahrt von 1 Stunde keine Hotelzimmer gebraucht, aber irgendwie gehört das zu einer Hotel-Con dazu.

      Mein Fazit vorab: Es war eine schöne Con, zu der ich sehr gerne wieder hinfahre. Der Ort des Geschehens lieferte zudem etwas Urlaubs-Feeling. Es gab keinen Stress bei den Programmpunkten und die 500-600 Supernatural-Fans, überwiegend weiblich, verhielten sich überhaupt nicht so rabiat, wie ich das mal irgendwo gelesen hatte. *g*
      Außerdem freue ich mich über jeden Veranstaltung in Deutscheland

      Hier erstmal ein paar persönliche Eindrücke zur Lokation und zur Con allgemein

      Im Conpreis von 90 GBP enthalten waren
      - Zugang zu den Panels
      - 1 Programmheft
      - 6 Autogramme
      - 1 Überraschung *g* eine sehr schöne Grafik der 6 Gäste im Manga-Stil. Nett.

      Im ersten Moment scheint das nicht viel an goodies aber für den Preis eigentlich normal und bei einer Con zu 1 Thema fair.

      Örtlichkeiten:

      Lange haben die Veranstalter gesucht und mit dem Dorint-Hotel in einer Kur-Gegend eine interessante Abwechslung geschaffen. Noch nie hatte ich bei Pausen so sehr den Wunsch, das Con-Hotel zu verlassen. Der Dahliengarten, der das Hotel säumt und direkt an der Ahr liegt, brachte teilweise auch Campus-Atmosphäre *g*. Das wunderbare Wetter (sonnig, mild und nicht zu heiß)tat ein Übriges. Tja, "wenn Engel reisen" heißt es ja so schön. Weit aaußerhalb der Hotelanlage stieg der Altersdurchschnitt allerdimngs rasant an...für ein Kurstädtchen wohl normal.
      Hotelpersonal war stets freundlich und da die Convention im äußersten Zipfel des Hotels untergebracht war und sich auch unsere Zimmer dort befanden, wurden die anderen Hotelgäste in keinster Weise belästigt. Auch von den abendlichen Parties blieben externe "verschont".

      Es gab im Kongressbereich mehr als ausreichend Sitzmöglichkeiten aber die meisten saßen auf der Sonnenterasse, wo ebenfalls niemand lange nach einem Platz suchen mußte.

      Ticket Office & Infos lagen sehr zentral so daß die Wege relativ kurz waren

      Es gab einen kleinen Händlerraum, der aber für meinen Geschmack beim nächsten Mal durchaus mehr Händler beherbergen darf. Mein Merchandise-Jeeper wurde nur bedingt befriedigt aber die Möglichkeit, von unserem Lieblingsdealer "Richartprints.com" eine Asylum Europe s/w-Collage von den Gästen des WE zu erwerben, fand ich sehr schön.

      Wenig durchdacht war m.E der Raum für die Photosession. Vor der Eingangstür standen 2 große Bistro-Tische samt Hocker, die wie Wellenbrecher am Strand die Fans teilten. Somit war nie ganz klar: ist das eine Schlange?, evtl mehrere? Das erinnerte an einen Besuch beim Bäcker und könnte vermieden werden. Platz für saubere Schlangen wäre da gewesen; ähnliches vor dem Raum der Autograph-Session.

      Aber alles ging (kein Witz) durch die Gelassenheit der Fans ziemlich friedlich vonstatten.

      Organisation:

      Ein Wort zu den Helfern. Jede Con, egal ob signing event oder Hotel-Con, braucht Helfer. Die meisten sind freundlich und wenn sie was nicht wissen, bleiben sie höflich und klären das dennoch. Bei deutschen Helfern registriere ich öfters den Mangel an Bitte/Danke und ein dominantes Abfertigungsverhalten. Ich ertappte mich zwischendurch bei der Vermutung, daß wir mit ehrenamtlichen Sheriff-Sternen nicht gut umgehen können. Ist aber nur eine Gedanke und da ich evtl. einigen Unrecht tun würde, vergesse ich den gleich wieder *g*

      Die Organisation lief gut; meine nachträglich gebuchten Phototickets (die mir anfänglich zu teuer erschienen), waren nicht da weil ich sehr spät überwiesen hatte. Das war aber kein Thema: einer der beiden Veranstalter schnappte sich sein Laptop, checkte den Zahlungseingang, schrieb etwas auf eine Zettel, den ich dann gegenüber gegen die Tickets eintauschte. Prima gelaufen.
      Etwas umständlicher war die Tatsachen, daß meine Con-Begleitung Lucy leider erst am Samstag Abend anreisen konnte. Natürlich versuchte ich, ihre Conunterlagen gleich mitzunehmen. Den Einwand, daß das nicht ginge, weil ihr ja persönölich das Armband umgelegt werden müsse, konnte ich sehr gut verstehen. Meine Frage, ob den Samstag Abend noch jemand dafür da ist, wurde durch einen unbeteiligten deutschsprachigen Helfer-Sheriff mit einem " neee, das geht nicht" kommentiert. Ich bin da nicht drauf eingegangen denn selbst bei einer Anreise kurz vor der Closing sollte einem Weekend-Ticket-Besitzer noch Zugang ermöglicht werden. Wieder wurde einer der Veranstalter befragt und es hieß "kein Problem bis zur Party ist das Office besetzt...ansonsten am Sonntag ab 07:30". Es wurde aber alles noch am Samstag geregelt.

      Ich will damit nur sagen: da war noch lange nicht alles perfekt, aber es wurde sich ordentlich darum gekümmert und der Ton stimmte.

      Mein größter Kritikpunkt neben der Schlangenbildung zum Photoshoot war aber das zusätzliche Autogramm, welches man sich für 20 Euro gönnen konnte. Da ich bei einigen Herrschaften gerne ein AG auf einem Cast-Bild & auf einem Einzelbild habe (gerne mit Widmung), habe ich mir für Misha und Jim am Freitag zuätzliche AG-Tickets besorgt. Am Samstag Mittag erfuhr ich dann, daß es nur noch wenige 10x8-Einzelbilder in begrenzter Vielfalt gab. Von Misha gab es keine richtig schönen und von Jim gar keine mehr. Und keine Händler mit Einzelbildern vor Ort. (Fotos nutze ich auch nicht).
      Normalerweise habe ich auch immer genug Bilder mit, nur diesmal nicht.
      Daß es da keine Kommunikation im Vorfeld gab, hat mich schon etwas gestört. Naja, beim nächsten Mal bin ich vorbereitet.

      Photoshoot:
      Die Fotografin war richtig klasse. Wir hatten Zweifel, weil in unserer Welle nicht einmal eine 2. Aufnahme nötig war.
      Die Ergebnisse sind toll, aus fotografischer Sicht zumindest.
      Die Gäste:

      Was gehört zu einer mittelgroßen Convention, die sich auf nur eine Serie konzentriert? Mindestens 2 Hauptdarsteller und ein paar Nebenrollen. Nach 5 Seasons gibt es da einige interessante Kandidaten.
      Bei den Hauptrollen denkt natürlich jeder an die Jungs, aber das Lineup zur Asyum Europe erfüllte m.E. die Grundvoraussetzung.
      Misha Collins & Jim Beaver sind für mich Hauptrollen, Sam Ferris & Mark Pellegrino größeren Nebenrollen, Chad Lindberg & Traci Dinwiddie kleiner Nebenrollen, die bei den Fans sehr beliebt sind.

      Asylum war eine sehr entspannte Con und das wirkte sich auf Besucher und Schauspieler gleichermaßen aus.Dem entsprechend war die Stimmung sehr gut.
      Die sogenannte Opening Ceremony ist natürlich keine im eigentlichen Sinne, Veranstalter Paul heißt die Besucher herzlich willkommen und dann der Reihe nach die Stargäste. Sonst nichts, aber die Stimmung war schon toll auch ohne MoC. Mag evtl. auch daran liegen, daß die meisten Fans keine regelmäßigen Con-Gänger zu sein schienen und nur wegen SUPERNATURAL den Weg auf sich genommen hatten. Daß die sich tierisch freuten, ihre Stars live und in Farbe zu sehen, trug zur Stimmung bei.

      Was mich persönlich gefreut hat: einige jüngere Fans waren teilweise recht nervös und rangen schon mal abwechselnd nach Luft dann nach einigen englischen Vokabeln. Keiner im Saal nahm das in irgendeiner Form übel und die Stars gingen da gut mit um. Ich rolle auch schon mal gerne bei komischen Fragen am Mikro mit den Augen, aber das war irgendwie erfischend ehrlich.

      Inhaltlich waren die Panel nicht alle soooo gehaltvoll. Gerade nach dem Staffelfinale hatte ich mehr Hintergrundinfos erwartet. Gutes Entertainment gab es jedoch allemale.Und vor den panels gab es sehr schöne Fanfilme.


      Misha Collins: Eigentlich der Superstar der Con. Gutaussehend, charmant & witzig. Gleich nach der ersten Frage zur Finalfolge schickte er alle, die nicht gespoilert werden wollen...raus *g* Er ging auch sehr gut mit den zunehmenden Wünschen der Fans um wenn es hugs, kisses etc ging. Eine interessantes statement zu Jensen Ackles, den er sehr schätzt: Jensen kan wohl vor der Kamera Tränen produzieren, während Jared hinter der Kamera einen Affentanz veranstaltet um ihn abzulenken.
      Bemerkenswert: er pickte am Sonntag ein Mädel aus dem Publikum, die am Samstag eine Frage gestellt hatte. Alles in allem kann ich von Misha nur positives berichten. Bei der Autograph-Session war er auch ziemlich gut drauf, schaute jeden an und sucht kurze Gespräche auch wenn es wohl Zeitprobleme gab.

      Jim Beaver: Onkel Bobby wie er leibt und lebt. Ohne Kappe wäre es auch nicht echt gewesen. Bei Photoshoot ein echter Kummpeltyp, bei der AG-Session ein sympatischer Kerl. Seine Schlange war auch die längste weil er sich ein wenig Zeit nahm...sehr zum Verdruß von JCB, die anscheinend alle Schauspieler aus Vancouver managed.
      Jim ist ein echt netter Kerl und aus der Serie sowieso nicht mehr wegzudenken.

      Samantha Ferris: Tolles Weib. 8-) Dreckige Lache und ziemlich präsent auf der Panel Bühne, einmal im 3er Panel und am Sonntag solo. Hat sie sehr unterhaltsam und auch informativ hinbekommen. Sie reflektierte auch ihre Rolle als Ellen ein wenig und ist sich ziemlich sicher, daß sie in Season 6 wieder einen Auftritt haben wird. In "V" und "Human Target" wird sie wohl auch noch öfters zu sehen sein.

      Mark Pellegrino: Guter Schauspieler und beim Panel auch sehr aktiv. Im Improvisieren mit den Fans ist er auch sehr geschickt. Wenn er durchs Hotel ging, schien er dagegen öfters in Gedanken zu sein und bei der AG-Session war er nicht so ganz bei der Sache und signierte Shatner-like. Macht aber nichts.

      Chad Lindberg: erinnert ein wenig an Dean Haglund. Der war auch auf Cons immer und überall und war dadurch sehr beliebt bei den Fans. Er rannte während Sam's Panel auch schon mal spontan auf die Bühne. Ein witziger Typ und die Rolle des Ash passte ganz gut zu ihm.

      Traci Dinwiddie: da kann ich jetzt nicht soviel sagen; im 3er Panel hat sie eine wenig von den Dreharbeiten berichtet aber das war es auch schon.

      Im Ganzen war es eine schöne Mischung an Schauspielern.
      Es gab zudem Treffen im kleineren Kreis mit allen Schaupielern, die man buchen konnte. Angesichts des schönen Wetters fanden die dann im Park statt. Alles Nase lang kam am Sonntag ein Schauspieler mit ca. 20 Fans in den Park, die sich dann alle im Kreis setzten und anscheinend echten Spaß hatten.

      Ich habe jetzt bestimmt einiges vergessen, wollte aber eh nur einen groben Eindruck wiedergeben.
      Trotz einiger wenigen Kritikpunkte war es ein sehr schönes WE auf einer Con mit entspannten Fans und entspanten Schauspielern und damit meine ich nicht, daß es langweilig war *ggg*

      Es würde mich nicht wundern, wenn es nach Season 6 noch eine ASYLUM Europe geben wird. Wenn's nach mir geht, auch gerne wieder im Ahrtal.
      Danke für den Bericht! Hört sich wirklich nach einer gemütlichen und auch gelungenen Con an. Dass es immer noch etwas zu verbessern gibt, ist ja auch bei Cons, die schon etabliert sind, oft ein Thema. ;)

      Dieses Jahr hat es bei mir aus verschiedenen Gründen mit einem Besuch nicht geklappt (obwohl ich nur ca 50 km entfernt wohne) - aber fürs nächste Jahr ist die Con definitiv vorgemerkt.
      Ich bin doch nur freundlich!

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